PCP in einer Mehrphasen-Boosting-Anwendung installiert
PCM stellte einem Kunden eine 120A24-HR Pumpe, konform mit API 676, für den Einsatz in einer Mehrphasen-Boosting-Anwendung zur Verfügung.
Der Kunde verfügte über ein Förderpad mit mehreren Ölbohrungen, das sich in erheblicher Entfernung von der Verarbeitungsanlage befand. Dies führte zu einem hohen Rückdruck in der Förderleitung. Diese Bohrungen fördern Gas über den Casing-Ringraum, das mit den über das Tubing geförderten Flüssigkeiten kombiniert werden muss, um gemeinsam zur Verarbeitungsanlage transportiert zu werden.
Der hohe Druck in der Förderleitung begrenzte daher den möglichen Drawdown in den Bohrungen, wodurch die Produktionsrate reduziert wurde. Durch die Installation einer Exzenterschneckenpumpe (Progressing Cavity Pump) mit PCM Slugger-Technologie auf dem Bohrpad konnte der Kunde den Rückdruck auf die Bohrungen von 15–20 bar auf 1 bar reduzieren. Dadurch wurde sowohl die Belastung der Untertagepumpen reduziert als auch die Produktion um 7 % gesteigert.
Die PCM-Lösung: Slugger-Technologie
Die Lösung von PCM für diesen Kunden bestand aus einer einzelnen Exzenterschneckenpumpe, die sowohl Schweröl als auch Gas fördern kann, selbst wenn zusätzlich Feststoffe und Wasser vorhanden sind.
Die PCM Slugger-Technologie wurde aufgrund der Möglichkeit eines hohen Gasanteils am Pumpeneinlass ausgewählt, wenn der Druck im vorgelagerten System reduziert wird.
Obwohl PCP-Pumpen Gas fördern können, kann ihre Lebensdauer aufgrund eines nichtlinearen Druckgradienten innerhalb der Pumpe reduziert werden. Die hydraulischen Regler der PCM Slugger-Technologie linearisieren den Druckgradienten und ermöglichen dadurch eine gute Lebensdauer selbst bei bis zu 90 % Gasvolumenanteil am Pumpeneinlass.
Eine PCP ist eine Verdrängerpumpe, was bedeutet, dass die Fördermenge proportional zur Drehzahl der Pumpe ist. In diesem Fall war die Fördermenge am Pumpeneinlass jedoch variabel, da einige Bohrungen auf dem Pad zeitweise außer Betrieb gehen oder wieder in Betrieb genommen werden können oder sich die Produktivität einzelner Bohrungen verändert.
Daher entwickelte PCM ein maßgeschneidertes Steuerungssystem mit Frequenzumrichter (VSD), um die Pumpendrehzahl entsprechend der jeweils verfügbaren Fördermenge automatisch anzupassen.
Um sicherzustellen, dass keine Ölleckagen in die Umwelt auftreten können, wurde ein Dichtungssystem nach API Plan 53B in die Pumpe integriert.
Trotz der Verwendung einer schmierenden Sperrflüssigkeit bestand die Sorge, dass der hohe Gasanteil am Pumpeneinlass negative Auswirkungen auf die Wellendichtungen haben könnte. Daher wurde die Pumpe so konfiguriert, dass sich die Welle am Pumpenaustritt befindet. Die Dichtungen arbeiten am Austrittsdruck, während der Gasvolumenanteil aufgrund des höheren Drucks deutlich geringer ist.
Ein Druckbegrenzungsventil wurde installiert, um im Falle einer Blockierung in der Förderleitung den Förderstrom vom Pumpenaustritt zurück zum Einlass umzuleiten. Zusätzlich wurde eine Bypass-Leitung installiert, sodass die Bohrungen weiterhin betrieben werden können, wenn die Pumpe abgeschaltet ist – entweder zu Wartungszwecken oder wenn sie nicht benötigt wird.
Entdecken